Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe hat sich im ersten Halbjahr 2020 während der Corona-Krise rückläufig entwickelt. Wie aus einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts hervorgeht, mussten 310 Betriebe aus der Branche ihre Zahlungsunfähigkeit anzeigen – inklusive der Motorradbetriebe, des Zubehörhandels und der Autowaschanlagen. Das waren drei Betriebe oder ein Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Angesichts des Umsatzrückgangs speziell im Automobilhandel infolge des Lockdowns und des Zulassungsstellen-Chaos irritiert das Ergebnis. Der Grund für diese Diskrepanz zwischen scheinbarer Stabilität und einbrechenden Marktdaten liegt auf der Hand: die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen seit dem 1. März. Die aktuelle wirtschaftliche Not spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider.