Die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg ist im September saisonbedingt leicht zurückgegangen. „Die wirtschaftliche Erholung hat sich jüngst aber wieder abgeflacht. Damit bestehen im weiteren Verlauf des Jahres immer noch erhebliche Risiken für den Arbeitsmarkt – es bleibt eine Zitterpartie“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Peer-Michael Dick: „Ein Grund für das Stocken der konjunkturellen Aufwärtsbewegung ist das heftige Wiederaufflammen der Corona-Pandemie in Europa. Etliche unserer wichtigsten europäischen Exportmärkte sind davon besonders stark betroffen. Doch auch bei uns gehen die Corona-Infektionszahlen wieder nach oben. Das sorgt hier ebenfalls für Verunsicherung der Unternehmen und der Verbraucher.“
Die Bundesregierung dürfe deshalb auf keinen Fall die krisenbedingt eingebrochene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen noch durch zusätzliche Regulierung dämpfen, forderte Dick: „Die Pläne für engere Grenzen bei sachgrundlos befristeten Jobs liegen im Bundesarbeitsministerium in der Schublade – und dürfen niemals das Tageslicht erblicken.“ Für eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarkts sei es zudem zwingend notwendig, dass es zu keinem Anstieg der Lohnzusatzkosten kommt, unterstrich der Hauptgeschäftsführer der Spitzenvereinigung der baden-württembergischen Arbeitgeberverbände: „Die Unternehmen brauchen jetzt dringender denn je Flexibilität im Arbeitsrecht und beherrschbare Personalkosten.“
(LV 146-01/Carsten Beuß)