Das Bundesförderprogramm „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) trifft auf eine große Nachfrage. Bisher wurden über 6.100 Förderanträge eingereicht. Zur weiteren Unterstützung des flächendeckenden und bedarfsorientierten Ausbaus der Ladeinfrastruktur hat das BMVI jetzt den sechsten Aufruf zur Antragseinreichung veröffentlicht, mit dem die Errichtung von bis zu 3.000 Normal- und 1.500 Schnellladepunkten gefördert wird. Es sollen mit diesem Förderaufruf auch und vor allem Ladepunkte auf Parkplätzen von Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Sportplätzen sowie innerhalb von Stadtteilzentren gefördert werden. Daher sieht dieser Förderaufruf vor, dass eine Förderung auch bei nicht ununterbrochener öffentlicher Zugänglichkeit möglich ist.
Private Investoren, Städte und Gemeinden können Förderanträge stellen. Die Förderung umfasst bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten und neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Besonders zu beachten ist, dass die Mittelvergabe gemäß Nr. 5 Satz 2 der Förderrichtlinie nach dem zentralen Kriterium der geringsten beantragten Fördermittel pro kW Ladeleistung erfolgt. D.h. die Investitionskosten stehen bei der Bewertung der Fördervergabe im Vordergrund. Die Förderrichtlinie finden Sie unter http://www.bav.bund.de.
Die Antragstellung ist in der Zeit vom 22. Juni 2020 bis einschließlich 22. Juli 2020 über das Förderportal des Bundes unter http://www.foerderportal.bund.de online möglich.
Der fünfte Aufruf endete am 17. Juni 2020. Die BAV entscheidet nun über die Anträge. Im sechsten Aufruf zur Antragseinreichung wurden die aktuellen Änderungen gekennzeichnet und er kann auf http://www.kfz-bw.de unter Mitglieder / Unser Service für Mitglieder / Downloads / Monatsdienst heruntergeladen werden.
(034-17/Roland Blind)