Die Corona-Krise ist auch für viele Auszubildende und deren Ausbildungsbetriebe spürbar: Berufsschulen sind geschlossen, Prüfungen vorerst verschoben. Vor diesem Hintergrund fordert der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) mehr Unterstützung für Ausbildungsbetriebe. Sie müssen in der jetzigen Situation finanziell entlastet werden.
„Wir müssen unbedingt vermeiden, dass Handwerksbetriebe, die von der Krise massiv betroffen sind, ihren Auszubildenden kündigen müssen, weil sie keinen weiteren finanziellen Spielraum sehen. Das ist für jeden einzelnen Auszubildenden enorm wichtig, aber auch die gesamte Wirtschaft. Denn den Fachkräftemangel wird es auch nach der Corona-Krise geben. Das Engagement der Betriebe bei der Ausbildung von jungen Menschen darf keinen Schaden nehmen. Deshalb müssen Fortsetzung und Abschluss der Berufsausbildungen von allen Seiten unterstützt werden“, fordert Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold.
Das Handwerk fordert deshalb einen Ausbildungsbonus, solange Betriebe kein Kurzarbeitergeld für Auszubildende erhalten. Das Land soll die Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss unterstützen, indem es für Lehrlinge in Betrieben mit Kurzarbeit in den ersten sechs Wochen die Vergütung seitens des Landes übernimmt.
Für Reichhold ist klar, dass die Auszubildenden unbedingt in den Handwerksbetrieben gehalten werden müssen. „Auch mit Blick auf das kommende Ausbildungsjahr ist eine Unterstützung notwendig, damit genügend Ausbildungsplätze im Handwerk angeboten und so junge Menschen fürs Handwerk gewonnen werden können.“
(871-00/Roland Blind)