Wir hatten per Rundschreiben an die Innungen und Gremien bereits darüber informiert, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) und die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) die Sonderregelung zum Nachweis der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aufgrund telefonischer Anamnese bis zum 4. Mai 2020 verlängert hatten. Diese Ausnahme galt allerdings seit Veröffentlichung der Sonderregelung mit der Einschränkung, dass die Arbeitsunfähigkeit nur für sieben Tage (mit einer einmaligen Verlängerungsmöglichkeit bei fortdauernder Erkrankung) bescheinigt wird.
Mit der Begründung, dass die Krisenlage weiterhin fortbesteht, hat der GBA nun abermalig eine Verlängerung der Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung um zwei Wochen bis einschließlich 18. Mai 2020 beschlossen. In dem Beschluss wird außerdem festgestellt, dass neben einer telefonischen auch eine videotelefonische Anamnese die Grundlage für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sein kann. Der ZDK teilt die Auffassung des ZDH, dass die Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit ohne eine persönliche ärztliche Untersuchung vor Ort kein längerer Zustand sein darf. Deshalb ist die Weiterführung der telefonischen Krankschreibung politisch abzulehnen.
(220-41/Carsten Beuß)