Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat die Förderung der Verbundausbildung für kurzarbeitende Betriebe erleichtert. Mit der Förderung der Verbundausbildung sollen den Betrieben flexible Lösungen ermöglicht werden, damit die Kurzarbeit nicht zu Lasten der Auszubildenden geht. Daher wurde die Schwelle für kurzarbeitende Betriebe herabgesetzt, damit diese während der Kurzarbeit ihre Auszubildenden leichter in einem anderen Betrieb ausbilden lassen können
Kurzarbeitende Betriebe, die für mindestens vier Wochen Dauer ihre Auszubildenden in einem Partnerbetrieb ausbilden lassen, können ab sofort mit 1.000 Euro gefördert werden. Hintergrund ist der Anstieg der Kurzarbeit in Baden-Württemberg infolge der Corona-Pandemie und konjunktureller Eintrübungen. In diesem Zusammenhang kann es für Betriebe schwierig sein, während der Kurzarbeit die Ausbildungsleistungen zu erbringen, zu denen sie rechtlich verpflichtet sind. Eine Lösung kann darin bestehen, Teile der Ausbildung auszugliedern und während der Dauer der Kurzarbeit in einem anderen Betrieb durchführen zu lassen – die sogenannte Verbundausbildung.
Grundsätzlich ist Bedingung für die Förderung der Verbundausbildung in Baden-Württemberg, dass in dem Partnerbetrieb mindestens 20 Wochen der Ausbildung durchgeführt werden. Betriebe, die weniger als 20 Wochen kurzarbeiten, konnten daher bislang nicht gefördert werden. Künftig ist bereits ab vier Wochen Gesamtdauer eine Förderung möglich. Die Prämie beträgt statt 2.000 Euro dann 1.000 Euro.
Ein Merkblatt mit weiteren Informationen und das Antragsformular finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unter wm.baden-wuerttemberg.de.
(871-00/Roland Blind)