Unser Verband fordert mehr Möglichkeiten für den kontaktlosen Autoverkauf auch direkt in den Autohäusern. Wir brauchen die Möglichkeit, unsere Ausstellungsräume wieder zu öffnen. Wir haben deshalb das Wirtschaftsministerium gebeten zu prüfen, wann und unter welchen Voraussetzungen die Öffnung von Verkaufsausstellungen in Autohäusern möglich sein können. Zu diesen Voraussetzungen zählt er beispielsweise die Pflicht, nur eine bestimmte Zahl von Kunden in die Verkaufsräume zu lassen. Was Baumärkte oder Lebensmittelmärkte können, können wir auch. Pro 20 Quadratmeter maximal ein Kunde wäre für unsere Handelsbetriebe beispielsweise in der Regel kein Problem. Zwei Meter Abstand bei einem Beratungsgespräch auch nicht: Da steht einfach das Auto dazwischen, viele sind sogar mehr als zwei Meter breit. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit des kontaktlosen Autoverkaufes, die wir gerne vor Ort forcieren möchten. Handys sind beispielsweise eine perfekte Möglichkeit, Bild und Ton bei einem Beratungsgespräch zu verknüpfen. Ein WhatsApp-Videocall wäre eine solche Variante. Natürlich ist so etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn wir jetzt nicht die digitalen Möglichkeiten forcieren, wann dann? Unsere Branche ist innovativ, die Politik muss sie nur lassen, dann zeigen wir schnell, wie Autoverkauf ohne Corona-Gefahr funktionieren kann. Für den Staat ist es auch wichtig, dass wir den Verkauf von Autos rasch, aber gefahrlos wieder ankurbeln, wenn er die Milliardenverluste ausgleichen will, die sich jetzt anhäufen, um den Zusammenbruch zu verhindern, kommt er schnell an seine Grenzen und zehntausende Arbeitslose aus unserer Branche wollen wir uns erst gar nicht ausmalen.
(793-01/Steffen Kraus)