Der bisherige Förderaufruf zur Dieselfilternachrüstung (leichte und schwere Handwerker- und Lieferfahrzeuge) ist zum 29. Februar 2020 ausgelaufen.
Die Veröffentlichung des anschließenden (dritten) Förderaufrufes ist am 2. März 2020 im Bundesanzeiger erfolgt. Anträge im Rahmen dieses Förderaufrufes sind grundsätzlich bis zum 31. Oktober 2020 bei dem Projektträger einzureichen (Ausschlussfrist). Eine vollständige Abrechnung muss bis zum 10. Dezember 2020 erfolgt sein. Die Bekanntmachung finden Sie auf www.kfz-bw.de unter Mitglieder / Unser Service für Mitglieder / Downloads / Monatsdienst.
Interessierte Unternehmen, die zur Senkung des Stickoxidausstoßes beitragen wollen bzw. ihr Fahrzeug (2,8 bis 7,5 Tonnen) vor bestehenden oder zukünftig möglichen Fahrverboten sichern oder den Wiederverkaufswert stabilisieren wollen, sollten rechtzeitig Fördermittel beantragen.
Innerhalb des aktuellen Förderaufrufes werden Förderanträge nach drei Stufen priorisiert:
a) Anträge aus Städten, in denen bereits Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bestehen,
b) Anträge aus Kommunen ohne Zufahrtsbeschränkungen mit einer NO2-Belastung von 45 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3) oder mehr und
c) Anträge von Antragstellern aus weniger belasteten Kommunen, die sich auf die Nachrüstung von zehn leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen oder mehr beziehen, werden bevorzugt gefördert.
Die Einreichung eines Förderantrages bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) reicht aus, um die Mittel zu binden. Es muss zum Zeitpunkt der Beantragung noch kein Nachrüstsatz für das jeweilige Fahrzeug beim Kraftfahrtbundesamt zugelassen oder in Werkstätten verfügbar sein.
Seit November 2019 liegen die maximalen Fördersummen für leichte Handwerker- und Lieferfahrzeuge (LHLF) bei 3.600 Euro der System- und Einbaukosten und für schwere Handwerker- und Lieferfahrzeuge (SHLF) bei 4.800 Euro. Weiterhin gilt zusätzlich in allen Gewichtsbereichen eine maximale Förderquote von 80 Prozent zuzüglich der Landesförderung in Höhe von 15 Prozent. In der Summe tragen somit Bund und Land 95 Prozent der Kosten für die Umrüstung. Die Laufzeit der Landesförderung ist auf ein Jahr begrenzt und endet am 31. Dezember 2020.
Anträge zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit NOx-Minderungssystemen können seit dem 1. März 2020 bei der L-Bank gestellt werden. Um die zusätzlichen 15 Prozent Förderung durch das Land zu erhalten, muss zuvor ein Antrag beim Bund erfolgreich gestellt sein. Die Landesförderung gilt rückwirkend auch für Anträge, die seit dem 7. Januar 2020 erfolgreich beim Bund gestellt wurden. So soll gewährleistet sein, dass Verkehrsbetriebe, Kommunen und Handwerker- und Lieferbetriebe frühzeitig ihre Bestellungen tätigen und ihre Fahrzeuge umrüsten können. Für den zusätzlichen Förderanteil des Landes muss demnach ein gesonderter Antrag gestellt werden.
Detaillierte Informationen zur Antragstellung für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen können Sie unter www.vm.baden-wuerttemberg.de abrufen. Informationen zur Bundesförderung und zu den Bundesförderrichtlinien finden Sie auf der Homepage der BAV unter www.bav.bund.de. Zusätzlich bietet das BAV eine Hotline unter der Telefonnummer 0 49 41/6 02-7 88 sowie einen E-Mail Service an (Diesel-HWNR@bav.bund.de).
(065-07/Roland Blind)