Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hat ein Positionspapier zur Plattform- und Datenökonomie verabschiedet. Zentrale Forderungen: Auf EU-Ebene müssen für digitale Plattformen die gleichen rechtlichen Mindeststandards geschaffen werden, wie es sie für stationäre Leistungen in Deutschland bereits gibt. Für die Nutzung von Daten und die entsprechenden Zugriffsrechte müssen ebenfalls einheitliche europäische Regelungen gefunden werden.

In der Plattformökonomie muss aus Sicht des Handwerks sichergestellt sein, dass alle Wettbewerbsteilnehmer auf gleicher Augenhöhe agieren können. Marktbeherrschende Hersteller, Startups und Digitalkonzerne sollen keinesfalls über den Marktzugang anderer Unternehmen entscheiden können. Der freie, vom Hersteller unabhängige Zugang zu wettbewerbsrelevanten Daten ist für das Handwerk zur Fortentwicklung bestehender und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wettbewerbsentscheidend. Dazu kommt der Schutz des Verbrauchers, der über seine Daten frei verfügen können muss. Dies ist auch für Kfz-Betriebe zentral.

Das vollständige Positionspapier finden Sie unter: www.bwht.de/positionspapiere.

(LV 142-00/Carsten Beuß)