Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihr Frühjahrsgutachten 2019 über die Lage der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft vorgelegt. Die Wirtschaftsforscher stellen eine deutliche Abkühlung der Konjunktur fest.

Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist zu Ende. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts dürfte nach den Berechnungen der Experten nur noch 0,8 Prozent betragen. Im Vergleich zur Herbstprognose sind dies 1,1 Prozent-Punkte weniger. In den letzten sechs Monaten haben sich die Risiken für die deutsche und weltweite Konjunktur vergrößert. Der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der weiterhin ungeklärte Brexit belasten die konjunkturellen Rahmenbedingungen. Der Fall eines No-Deal-Brexits ist in der Prognose noch nicht berücksichtigt. Sollte dieser eintreten, dürfte das Wirtschaftswachstum dieses und nächstes Jahr deutlich niedriger ausfallen. Die führenden Wirtschaftsforscher schätzen jedoch das Risiko für eine ausgeprägte Rezession in Deutschland bisher als gering ein.

Allerdings bestehen auch hohe nationale Risiken. Die deutsche Wirtschaftspolitik belastet die langfristige Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung durch erhebliche Leistungsausweitungen, die aus dem Beitragsaufkommen nicht zu finanzieren sein werden. Daher erwarten die Wirtschaftsexperten Steuererhöhungen, die folglich Deutschland als Investitionsstandort unattraktiver machen.

Die Eckdaten der Prognose für Deutschland können unter www.kfz-bw.de unter Mitglieder / Unser Service für Mitglieder / Downloads / Monatsdienst heruntergeladen werden.