Bis zum Jahr 2030 soll der CO2-Ausstoß schwerer Nutzfahrzeuge um 30 Prozent sinken. Ursprünglich hatte das Europäische Parlament noch ambitioniertere Grenzwerte gefordert, scheiterte jedoch am Widerstand einiger Nationalstaaten, darunter auch Deutschland. Laut EU-Kommission emittieren schwere Nutzfahrzeuge rund 25 Prozent der CO2-Emissionen des Straßenverkehrs. Der VDA-Präsident Bernhard Mattes bezeichnete die Ziele als „zu ambitioniert”. Der DSLV, Bundesverband Spedition und Logistik, bezeichnete die Zielrichtung der Gesetzgebung als richtig, kritisiert jedoch: „Ohne ausreichende Kenntnisse alternativer Technologien und ohne deren absehbare technische Verfügbarkeiten können keine in der Praxis umsetzbaren Gesetze geschaffen werden.” Ein treffender Punkt, denn synthetische oder allgemein alternative Kraftstoffe werden nicht auf die Flottenziele der LKW-Hersteller angerechnet, ein deutlicher Rückschritt bei dem vermeintlichen Ziel, der Regulierung zum Klimaschutz beizutragen. Über die Einigung muss noch das Europäische Parlament abstimmen und vermutlich Ende Mai auch die Mitgliedsstaaten.

(065-00/Carsten Beuß)