Ende April 2019 hat das Bundesministerium für Finanzen einen Vorschlag zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität vorgelegt. Die Sonderregelung zur Dienstwagenbesteuerung von 0,5 Prozent des Listenneupreises für batterieelektrische und Hybrid-Fahrzeuge soll bis 2030 verlängert werden. Die Anforderungen steigen: von 2022 bis 2024 für rein elektrische eine Mindestreichweite von 60 km oder 50 g CO2/km und von 2025 bis 2030 eine Mindestreichweite von 80 km oder 50 g CO2/km. Verlängert wird ebenso die Sonderabschreibung von 50 Prozent bei der Anschaffung bei Elektrolieferfahrzeugen. Bei Miete oder Leasing von E-Fahrzeugen sollen nur noch zehn Prozent der Aufwendungen in der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer berücksichtigt werden. Auch die Überlassung eines kostenlosen Dienstelektrofahrrades soll bis 2030 steuerfrei bleiben. Ebenso soll die Steuerfreiheit des Job-Tickets ergänzt werden mit einer Alternativbesteuerung, um die Anrechnung auf die Entfernungspauschale zu vermeiden. Bundesfinanzminister Scholz hatte sich an die Mitglieder des im April gegründeten Klimakabinetts (Kanzlerin, Umwelt-, Verkehrs-, Wirtschafts-, Agrar- und Bauminister) gewandt und eine „vertiefte Diskussion zur Zukunft des Energie- und Mobilitätssystems” angeregt. Angesichts des Drucks der geltenden CO2-Grenzwerte ab 2030 für PKW will auch der VDA bis Ende Mai Förderungen zur Elektromobilität vorlegen. Überlegt werde, kostenlosen Ladestrom zu fordern. Uneinigkeit besteht bei der Antriebsart der Zukunft.