Die FDP-und AfD-Fraktion hatten in der Bundestagssitzung vom 20. Februar 2019 Anträge eingebracht, welche fordern, synthetische Kraftstoffe ähnlich umfangreich zu fördern wie die Elektromobilität. Als Alternative zur Elektromobilität etablieren sich politisch derzeit synthetische Kraftstoffe, so genannte „E-Fuels”. Hierbei handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, welche durch CO2, Wasser und Strom per Elektrolyse erzeugt werden. Genau wie bei der Elektromobilität mangelt es auch bei der Erzeugung von E-Fuels am Strom aus erneuerbaren Energien, der noch nicht ausreichend vorhanden ist, um die Produktion in der Ökobilanz umweltfreundlich und kostengünstig zu gestalten.

Die FDP fordert eine allgemeine Technologieoffenheit bei der Forschungsförderung, Berücksichtigung von E-Fuels bei Verhandlungen auf EU-Ebene, Aufnahme von Fahrzeugen mit reduziertem CO2-Ausstoß in die Reform der Dienstwagensteuer und die Mehrgewichtbefreiung für Erdgastransporter. Der Antrag der AfD-Fraktion fordert allgemein eine Gleichstellung von Fahrzeugen mit alternativen Kraftstoffen mit Elektrofahrzeugen im Energiesteuer-, Kraftfahrzeugsteuer-, Bundesfernstraßenmaut- und Elektromobilitätsgesetz sowie der Einkommenssteuer. Ebenso sollen PKW, Schiffe, LKW und Flugzeuge, die mit Bio-oder synthetischen Kraftstoffen angetrieben werden, als Null-Gramm-CO2-Fahrzeug auf EU-Ebene gelten.

(785-02/Carsten Beuß)