Die angekündigte „Nationale Strategie Wasserstoff“ der Bundesregierung nimmt einem ersten vertraulichen Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums nach Formen an. Der Entwurf über die veranschlagten Maßnahmen durchläuft nun die Ressortabstimmung und wird in den anderen Bundesministerien überprüft.
Neben dem Aufbau von verschiedenen Gremien und der Nennung unterschiedlicher Förder- und Hilfsmaßnahmen wird auch CO2-freier Wasserstoff definiert. „Grün“ ist Wasserstoff, wenn er durch Elektrolyse mit erneuerbaren Energien gewonnen wird, „Blau“, wenn aus Erdgas erzeugt und das anfallende CO2 sicher abgeschieden wird, und „Türkis“, sofern mit Pyrolyse aus Erdgas generiert. Alle drei gelten als CO2-freier Wasserstoff.
Gefördert werden soll auch die Errichtung einer „bedarfsgerechten“ Tankinfrastruktur bis 2023 mit 3,4 Milliarden Euro Fördermitteln. Ebenfalls soll die Anrechenbarkeit von strombasierten Kraftstoffen auf die CO2-Flottenzielwerte der EU geprüft werden.
In Bezug auf die Umsetzung der Strategie mit Hilfe von Gremien ist ein Staatssekretärausschuss geplant, welcher einen „Nationalen Wasserstoffrat“ benennt, bestehend aus einem Vorsitzenden und zwölf nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Eine nationale Geschäftsstelle „Wasserstoff“ soll den Rat bei seiner Tätigkeit unterstützen und das Monitoring der Maßnahmen übernehmen. Uneinigkeit herrscht über den Einsatzzweck der Technologie und dabei wird der PKW-Sektor leider kaum bedacht. Der Einsatz von Power-to-X wird nur im Schiff- und Luftfahrtbereich benannt und für den PKW-Bereich nur die Brennstoffzelle.
(065-00/Carsten Beuß)