Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat ihr neues DAT-Barometer veröffentlicht. Das DAT-Barometer ist eine Fortführung des bisherigen monatlichen DAT Diesel-Barometers, allerdings werden alle Antriebsarten in den Fokus genommen und aus unterschiedlichen Richtungen beleuchtet. Zusätzlich werden weitere Branchenthemen auf Basis valider Daten vorgestellt. Der Diesel als Antriebsart wird im neuen Barometer weiterhin eine Rolle spielen. Hier die Ergebnisse im Überblick:
1. Gebrauchtwagen stark nachgefragt: Der Automobilmarkt war zu Beginn des Jahres 2020 vor allem durch eine starke Nachfrage nach Gebrauchtwagen geprägt. Der Neuwagenmarkt lag dagegen für beide Antriebsarten 7,3 Prozent unter den Zahlen des Vorjahresmonats.
2. Elektrofahrzeuge konnten zulegen: Mit insgesamt 7.492 (+61,2 Prozent) neu zugelassenen und 1.257 (+57,5 Prozent) gebrauchten Elektrofahrzeugen im Januar 2020 stieg die Nachfrage nach dieser Antriebsart deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat.
3. „Lust auf neues Auto“ war Kaufgrund bei 33 Prozent aller Neuwagenkäufer: Die Top-3-Gründe für private Neuwagenkäufer waren: „Lust auf neues Auto“, „wirtschaftlicherer Pkw“ und „zuverlässigerer Pkw“. Bei den Gebrauchtwagenkäufer waren es diese Gründe in anderer Reihenfolge: Zuverlässigerer Pkw stand an Platz 1, gefolgt von der Lust auf einen neuen Pkw. Platz 3 war der wirtschaftlichere Pkw.
4. Weiter hoher Anteil an Fahrzeugersatz-Kauf: 75 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufer und 85 Prozent aller privaten Neuwagenkäufer haben durch den aktuellen Autokauf ein bestehendes Fahrzeug ersetzt.
5. Bei Markentreue und Haushaltsnettoeinkommen gibt es deutliche Unterschiede bei Gebraucht- und Neuwagenkäufern: In ihrer Selbsteinschätzung bestätigten 33 Prozent aller Gebraucht- und 20 Prozent aller privaten Neuwagenkäufer, sie seien generell keiner Automobilmarke fest verbunden. Absolut markentreu und damit nur einer einzigen Marke verbunden, das bestätigten nur 20 Prozent der Gebraucht- und immerhin 29 Prozent der Neuwagenkäufer.
6. Das Pkw-Energieeffizienzlabel hat nur geringen Einfluss auf die Kaufentscheidung.
7. Die Wertentwicklung von gebrauchten Diesel- und Benzin-Pkw stabilisiert sich zum Jahresende.
8. Standzeiten von gebrauchten Diesel-Pkw erstmals leicht unter denen von Benzinern: Mit 89 Tagen verkauften sich gebrauchte Diesel-Pkw beim Handel erstmals etwas schneller als Benziner, die eine durchschnittliche Standzeit von 90 Tagen im Januar aufwiesen.
Dr. Martin Endlein, Leiter DAT-Unternehmenskommunikation und verantwortlich für das DAT-Barometer: „Bei der Nachfrage nach alternativen Antrieben gilt für neue wie gebrauchte Fahrzeuge: Es sind im Januar 2020 zwar Steigerungen im Vergleich zum Vorjahresmonat spürbar, aber es handelt sich insgesamt noch um kleine Stückzahlen im Vergleich zum Rest des Marktes.“
Die ausführliche Darstellung der einzelnen Themen finden Sie auf https://barometer.dat.de.
(633-00/Steffen Kraus)